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1207 Vermutliche Gründung des Zisterzienser-innenklosters durch Margaretha von Hersell: "Conventus in prato beatae Mariae Virginis". Volkstümliche Bezeichnung: "Kloster Maria in den Benden" (Benden sind eingezäunte Herrschaftswiesen) Das Kloster wird mit beträchtlichem Grundbesitz ausgestattet, da die Nonnen aus reichen Ritter- und Patrizierfamilien stammen und von ihren Vätern eine entsprechend hohe "Mitgift" erhalten. 1285 Erzbischof Siegfried von Westerburg verleiht dem Ort Brühl die Stadtrechte. Die Stadt wird zu einer Festung ausgebaut.
1318 Kampf um Brühl. Dabei kommt es zur Brandschatzung des Klosters 1383 Vollkommene Zerstörung des Klosters, verursacht durch den Brand der vor den Toren des Klosters gelegenen Mühle. Das Kloster wird unmittelbar danach wieder aufgebaut.
1469 Kurfürst Ruprecht erhebt Brühl zur Hauptstadt von Kurköln. Brühl bleibt bis 1567 Sommerresidenz der Kölner Erzbischöfe.
1503 Am 10. September brennt das Kloster mit Kirche, Dormitorium und übrigen Gebäuden während der Regierung der Äbtissin Dorothea Isgens ab. Das Kloster bleibt zwei Jahrzehnte eine Ruine.
1525 Weihe der neuen Klosterkirche.
1574 Visitation des Klosters durch den Generalabt von Citeaux, Nikolaus Bourcherat mit dem Ziel, die Befolgung der tridentinischen Reformdekrete zu überprüfen.
1583 Die Nonnen flüchten im Truchsessischen Krieg (1583 - 88) zu ihren Familien nach Köln bzw. Münstereifel. Das Kloster erleidet schwere Schäden bei der Einnahme von Stadt und Schloß Brühl durch Söldnertruppen des neuen Fürstbischofs Ernst von Bayern.
1584 Die Nonnen kehren nach 1 Jahr aus dem Exil zurück.
1587 Die Schuldenlast zur Deckung der Kosten für den Exilaufenthalt der Nonnen sowie die Beseitigung der Kriegsschäden führen zum Verkauf von Grundbesitz (Heimbachsgut zu Eckdorf). Der Abt von Kamp (Vaterabt) genehmigt den Verkauf. Die Nonnen müssen erneut flüchten, weil truchsessische Truppen unter Martin Schenk von Nideggen die Stadt Brühl besetzen. Das Kloster verarmt in Folge des Krieges.

 

Karte Kloster Benden

Abb. Älteste erhaltene Ansicht des Klosters
"Maria in den Benden" von 1771

1718 Nachdem sich die wirtschaftliche Lage verbessert hat, erfolgt die Erbauung des Klosters in seiner heutigen Form.
1766 Das Kloster erlaubt dem Aufsitzer des Rodderhofes, Joh. Adam Braun, auf dem Hofgelände eine Klüttenkaule (handgeformte Braunkohlenbrikett) zu gründen. Dies ist der Beginn der Braunkohlen- und Brikettfabrik Roddergrube.
1794 Die französische Besetzung des Rheinlandes führt zur Beschränkung der Rechte geistlicher Institutionen. Das Kloster und die Höfe Benderhof sowie Rodderhof werden ausgeraubt. Das Kloster bleibt zwar noch bewohnt, aber die Steuerbelastung ist erdrückend.
1797 Die Äbtissin erklärt die Zahlungsunfähigkeit. Der bisher eigenbewirtschaftete Benderhof wird verpachtet, weil das Kloster die Löhne für die Landarbeiter nicht mehr zahlen kann.
1802 Durch den französischen Konsularbeschluß von 1802 werden geistliche Körperschaften aufgehoben (Säkularisation). Ersteigerung des Klosters durch den Kölner Kaufmann Everhard Henner. Er lässt alle für seinen Gutsbetrieb nicht benötigten Gebäudeteile abreißen.Auch die dem Heiligen Bernhard geweihte Klosterkirche.
1884 Der neue Eigentümer, Friedrich Giesler, errichtet den heute noch bestehenden Turm mit Barockhaube.
1939-45 Das Kloster erleidet erhebliche Kriegsschäden.
1965 Instandsetzung der Fassaden und Wiederaufrichtung des Schieferdaches.
1990-91 Aufwendige Restaurierung des unter Denkmalschutz stehenden Haupthauses durch den Kölner Architekten Bruno Wasser.
2007 Feierlichkeiten zum 800-jährigen Bestehen des Klosters.